Arbeitskreis Lichfield/GB


 

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Impressionen in Bildern zum Jubiläums-Dinner
anläßlich 30 Jahre AK Lichfield














 

Harmonischer Klang im Dreierpack
STÄDTEFREUNDSCHAFT Chor aus Lichfield sang mit den Domsingknaben und der Mädchenkantorei im Limburger Dom

LIMBURG 30 Jahre Städtefreundschaft zwischen Limburg und Lichfield waren der Anlass für einen Besuch der Lichfield Cathedral Choristers an der Lahn.

Mit den Limburger Domsingknaben und der Mädchenkantorei am Hohen Dom zu Limburg haben sie zum ersten Mal gemeinsam ein beeindruckendes Konzert gegeben. Bevor man sie sehen konnte, hörte man im Dom ihren Gesang. In leuchtend roten Roben zogen die Sänger aus England singend vom Umgang hinter dem Chorraum vor den Altar. "Veni Emmanuel" (Oh komm Emmanuel) sangen sie. Dann zogen vom Eingang des Domes her die Sängerinnen der Mädchenkantorei auf der rechten Seite, die Domsingknaben auf der linken Seite singend ein, bis sich alle vor dem Altar trafen ¨C ein schöner Auftakt. Im Programm aller drei Chöre fanden sich viele bekannte Lieder, aber durchaus auch Stücke von weniger bekannten Komponisten. So sangen die Gäste aus Lichfield unter der Leitung von Ben Lamb fast ausschließlich Werke britischer Komponisten: Benjamin Lamb, Charles Wood, Herbert Howells, Elizabeth Poston, John Stainer und Malcolm Archer. Die beiden Nicht-Briten waren der Amerikaner Eric Whitacre und der Franzose Francis Poulenc, deren Kompositionen sich mit ihrem sehr eigenwilligen Stil voller Disharmonien und Reibungen deutlich von der anderen Chorliteratur abhoben. Gerade in Whitacres gerne interpretierter Komposition "Lux aurumque" konnte man sehr schön das leuchtende Licht hören und spüren. Typisch Poulenc waren die verschobenen Betonungen in "Hodie".

Orgel und Stimmen waren perfekt aufeinander abgestimmt
Ein schöner Kontrapunkt dazu waren die fröhlich jubilierenden "Allelujas" in "Ding Dong! Merrily on high". Wunderbaren Unisono-Gesang boten die Choristers in "Jesus Christ, the apple tree". Bei "How beautiful upon the Mountains" wurde der Chor von Martyn Rawles auf der großen Dom-Orgel begleitet. Auch auf die große räumliche Distanz klappte das Zusammenspiel vorzüglich, und auch die unterschiedliche Dynamik war fein aufeinander abgestimmt. Mit jugendlich frischen Stimmen und einem harmonischen Chorklang überzeugten die 34 Sängerinnen der Mädchenkantorei unter der Leitung von Judith Kunz. Sie eröffneten ihr Programm mit zwei typischen Mendelssohn-Chorsätzen, "Laudate pueri" und "Veni Domine", begleitet von Domorganist Carsten Igelbrink an der Chororgel. Aufmerksam lauschte das Publikum einem Solisten-Trio mit einem glockenhellen Sopran, weichem Mezzosopran und warmem Alt. Bei aller Konzentration sah man den jungen Damen ihre Freude am gemeinsamen Musizieren deutlich an. Guten Kontakt hatten sie immer zu ihrer Chorleiterin Judith Kunz. Zweimal zu hören war der Liedsatz "Maria durch ein Dornwald ging", zunächst von der Mädchenkantorei in einer a-cappella-Version im Satz von Johannes Köppl mit Orgelzwischenspiel, später auch von den Domsingknaben mit sehr schönen Soloparts von Sopran und Alt, dann auch als Duo in einer Fassung von Kurt Hessenberg, unterlegt mit "Kyrie eleison" Rufen. Die Altstimmen der Mädchenkantorei hatten die Melodie in "Leise rieselt der Schnee" von Otmar Faulstich, die anderen Stimmen kamen als Echo-Variationen hinzu. Etwas mehr aus sich heraus gehen können hätten die Sängerinnen bei ihrem Schlusslied "Sing und jubiliere, Weihnachtsnachtigall". Das Jubilieren dürfte gerne weniger brav ausfallen. Insgesamt ein sehr ansprechender Auftritt der Kantorei.

Außer der Städtefreundschaft gab es ein weiteres Jubiläum zu feiern. Die Domsingknaben bestehen seit 50 Jahren. Mit Kraft, tollem Klang und einer bestechend deutlichen Aussprache eröffneten sie ihren Teil mit "Machet die Tore weit". Höhepunkt ihres Auftrittes war das "Ave maris stella" des zeitgenössischen norwegischen Komponisten Trond Kverno, dessen flüssiges Gerüst im Mittelteil von einem zackigen Stakkato durchbrochen wird und das am Ende in einem sehr feinen Pianissimo verklingt. Besonders schwer beladen hat Andreas Bollendorf mit seinen Knaben das Schiff im gleichnamigen Stück von Arnold Mendelssohn. Extrem langsam, dafür aber mit großer Dynamik bewegte es sich im Wasser. Mit "I saw three ships" sorgten die Domsingknaben dann für einen fröhlichen Abschluss ihres Auftrittes inklusive zweier schöner Sopran-Soli. Wiederum von einem Knaben-Sopran der Domsingknaben als Solisten wurde "In the bleak Midwinter" eingeleitet, das alle drei Chöre unter dem Dirigat von Benjamin Lamb sangen. Am Ende gab es viel anerkennenden Applaus für ein großartiges Konzert.



Erster gemeinsamer Auftritt

Der Lichfielder Künstler Peter Walker hat gerade erst die Fassade des Limburger Doms für sein Lichtfestival genutzt und Tausende von Besuchern auf dem Domberg begeistert, nun sind die Cathedral Choristers aus der englischen Partnerstadt in Limburg zu Gast und werden natürlich auch den Dom nutzen. Bevor sie ihre Stimmen im Dom erklingen ließen, stand erst einmal ein Besuch im Rathaus an. Dort begrüßte sie Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der den Chor unter seinem Leiter Ben Lamb auch zu einer englischsprachigen Führung durch die Altstadt einlud.

Der Chor wird auf seinem Abstecher in die deutsche Partnerstadt durch Canon Andrew Stead, Dompfarrer in Lichfield, begleitet. An dem Empfang im Rathaus nahm auch Andreas Bollendorf, Leiter der Domsingknaben, teil. Die Domsingknaben gestalteten zusammen mit dem Chor aus Lichfield und der Mädchenkantorei das Konzert am Abend im Dom. Auch der Limburger Dompfarrer Gereon Rehberg hatte sich im Rathaus eingefunden.

In seiner Begrüßung erwähnte Hahn noch einmal kurz das Lichtfestival und stellte kurz die Stadt Limburg vor. Die vor allem jungen Gäste im Alter von acht bis 18 Jahren sowie die elf Erwachsenen trugen sich ins Gästebuch der Stadt ein. Sie waren zuvor erst spät in der Nacht mit dem Flugzeug in Düsseldorf gelandet, der Abflug in Birmingham hatte sich witterungsbedingt stark verzögert. Die englischen Gäste sind vor allem in Hadamar bei Familien der Domsingknaben und der Mädchenkantorei untergebracht.

Nach der Begrüßung im Rathaus, an dem der Chor aus Lichfield auch eine kleine musikalische Kostprobe seines Könnens gab, stand ein Besuch des Christkindlmarkts an. Am Nachmittag folgte dann noch eine gemeinsame Probe mit Domsingknaben und Mädchenkantorei, am Abend dann das Konzert. Nach Angaben von Heide Bein, sie leitet im Partnerschaftsverein den Arbeitskreis Lichfield, ist es das erste gemeinsame Konzert des Chors aus Lichfield mit den Domsingknaben und der Mädchenkantorei. Sie bewertet es als besondere Ehre, dass die Lichfield Cathedral Choristers trotz eines vollen Terminkalenders in der Vorweihnachtszeit nach Limburg reisen und dort ein gemeinsames Konzert mit der Mädchenkantorei und den Domsingknaben geben.




 

Adventskonzert im Dom zu Limburg

mit traditioneller und englischer Chormusik anlässlich der 30-jährigen Städtepartnerschaft Limburg und Lichfield.

Termin: Dienstag, 12. Dezember 2017, 19.30 Uhr

Laden Sie sich hier den Flyer mit allen Infos herunter.




 

Jubiläums-Dinner
30 Jahre AK Lichfield