Sainte Foy-lès-Lyons

Stadtwappen von Ste. Foy Sainte-Foy-lès-Lyon war die erste Stadt, mit der Limburgs Stadtväter eine Partnerschaft anstrebten. Die geschichtlichen Ereignisse der Vergangenheit hatten die Menschen in besonderer Weise motiviert, die jahrhundertealte Rivalität zwischen Franzosen und Deutschen zu überwinden und über Staatsgrenzen hinweg Voraussetzungen für ein persönliches, partnerschaftliches Kennenlernen entstehen zu lassen. An die Stelle kriegerischer Auseinandersetzungen sollten Aussöhnung, Verständigung und Zusammenarbeit treten.

Nach ersten Briefkontakten statteten kleine Delegationen im Jahr 1966 gegenseitige Besuche ab, um sich näher kennenzulernen. Etwaige Bedenken aufgrund der unterschiedlichen Strukturen - Ste.-Foy, Satellitenstadt Lyons mit vorwiegend Wohncharakter, und Limburg, eine traditionsreiche Handelsstadt mit zentraler Bedeutung - wurden spontan überwunden.

Es begannen freundschaftliche Verbindungen zwischen Vereinen, Verbänden und Organisationen, ausgehend von dem Gedanken und dem Wunsch, den eigentlichen Sinn einer Verschwisterung nicht nur auf der Ebene der offiziellen Vertreter beider Städte zu sehen, sondern möglichst alle Bevölkerungsschichten daran teilhaben zu lassen.

Am 27./28. Mai 1967 fanden in Limburg und am 4. Mai 1968 in Ste.-Foy die offiziellen Verschwisterungsfeiern statt.

In den folgenden Jahren wurde die Partnerschaft bis zum heutigen Tage durch gesellschaftliche, politische, kulturelle und sportliche Begegnungen und den Schüleraustausch intensiviert und gestärkt.

Ste.-Foy-lès-Lyon mit ca. 22.000 Einwohnern liegt rund 800 km von Limburg entfernt und grenzt unmittelbar an die Metropole Lyon an, wo Rhône und Saône zusammentreffen. Das Stadtzentrum Lyons, der zweitgrößten Stadt Frankreichs, ist innerhalb von fünf Minuten erreichbar.

Sainte Foy kann auf rund 334 Betriebe und auf wichtige Industrien, insbesondere im pharmazeutischen Bereich, verweisen. So sind die Laboratorien von Boiron führend in der Homöopathie. Sainte Foy-lès-Lyon, auch bekannt für seine vorzüglichen Weine in der Rhône-Gegend, ist eine moderne dynamische Stadt, in der ein lebhaftes Vereinsleben in Sport und Kultur stattfindet. Seit Jahren findet zwischen den Vereinen ein reger Austausch statt.

Einige Daten zur Geschichte:

1170: ältere bekannte Erwähnung heiligen Foy, das Heiligekanonikern Just gehört.
1189: Heiliges Foy geht über unter Abhängigkeit vom Heiligekapitel Jean bis zur Revolution.
1834: Einrichtung eines Rathauses-Schule.
1835: Errichtung eines Dienstes mit Pferdeomnibussen.
1840: Einführung eines wöchentlichen Marktes.
1843: Wiederaufbau der parochialen Kirche nach vollständigem Abriss des alten Gebäudes.
1844: Tod von Laurent Mourguet Umlenkhebelschöpfer, Ehegatte eines fidésienne.
1871: Durchbohren der Avenue Valioud.
1880: der durch phylloxera ruinierte Weinbau verliert an Bedeutung. An seine Stelle tritt die Forstwirtschaft.
1885: Mulatière wird unabhängig.
1893: Bau des Krankenhauses.
1894: Beleuchtung der Straßen.
1968: Städtepartnerschaft mit Limburg / .
1974: Ansiedlung der Laboratorien Boiron in Sainte Foy.
1986: Besuch des Papstes Jean-Paul II.
2002: Unterschrift des Vertrags von Fluß Yzeron Vif, der darauf abzielt, den Hauptwasserlauf der Gemeinde sicherzustellen.